(Rückblick 2022)
Der Kurs „Einfach weiblich“ entstand aus einer langjährigen Auseinandersetzung mit der weiblichen Figur – nicht als Abbild, sondern als Form, Haltung und innere Bewegung.
Im Jahr 2022 stand das gemeinsame Arbeiten im Mittelpunkt: das langsame Annähern an den Körper, das Spüren von Proportionen und das Vertrauen in den eigenen Prozess. Gearbeitet wurde mit Paperclay, einem Material, das Leichtigkeit und Stabilität verbindet und Raum für sowohl reduzierte als auch ausdrucksstarke Formen lässt.
Von der ersten Idee über das Modellieren einzelner Körperteile bis hin zum Zusammensetzen der Figur entwickelte sich jede Arbeit Schritt für Schritt. Dabei ging es nicht um ein einheitliches Ergebnis, sondern um das individuelle Finden einer stimmigen Form. Die weibliche Figur wurde liegend, ruhend, aufgerichtet oder fragmentiert interpretiert – jede Arbeit mit eigener Präsenz.
Auch der technische Prozess war Teil des Weges: Trocknen, Schrühbrand und der geduldige Umgang mit Material und Zeit. Am letzten Tag haben wir gemeinsam Raku gebrannt. Das Arbeiten wurde ergänzt durch Gespräche, Pausen und Austausch – Momente, die ebenso zum Kurs gehörten wie das konzentrierte Arbeiten am Tisch.
Dieser Kurs markierte einen wichtigen Abschnitt in der Entwicklung von „Einfach weiblich“ – als Thema, als Arbeitsweise und als fortlaufender künstlerischer Weg.
Nicht als abgeschlossenes Projekt, sondern als Grundlage für weitere Vertiefung.

